Ja ihr lest richtig. Der Winter ist erst wenige Tage alt, aber ich hab schon die Nase voll davon. Alles dauert länger. Der Gang durch den viele Zentimeter hohen Schnee zum Auto, zum Müll ( inkl. dem Kampf mit den zugefroreren Tonnen) oder der Weg durch die Stadt in die Geschäfte.
Ich hab keine Lust mehr das Auto ständig von der "weißen Pracht" zu befreien. Bei jedem Stopp klopfe ich den Schnee an den Reifen und Radkästen ab. Ich geh nur noch mit Türschlossenteiser, Handfeger, Lippenbalsam und Handschuhen aus dem Haus und das nervt. Fahren kann man das auf den Straßen zur Zeit auch nicht nennen. Wo nicht grade die Hauptstraßen freigefahren sind, huckelt, ruscht und schliddert man durch den Schnee.
Auch wenn wir alle so gestönt haben bei 35 Grad Hitze im Sommer, gerade jetzt hätte ich wirklich nichts dagegen. Echt nicht.
claudilaudi - 4. Dez, 20:47
Wer kennt es nicht? Man schlurft morgens zum Bäcker, will sich bloß zwei Brötchen zum Frühstück holen, steht an, bestellt, sucht schon das Kleingeld zusammen, und dann die Frage: vielleicht noch ein Stück Kuchen zum Kaffee? Oder eine Nussecke, oder Muffins - die sind heute übrigens im Angebot. Ich antworte lächelnd mit: nein danke. Und die eben noch so freundliche Mitarbeiterin senkt ihre Stimme und fordert grummelig die 84 Cent für die Brötchen.
Bei der Post ein ähnliches Spiel. Lange Schlange, nichts ruckt sich und ich will doch nur die Büchersendung abgeben, weil sie nicht in den Briefkasten passt. Dann endlich nach 10 Minuten warten komme ich dran, sage, dass ich das bloß abgeben will, die Frau am Schalter guckt auf die Briefmakre und schon sprudelt es aus ihr heraus, während ich schon im gehen begriffen bin. Ob ich denn schon ein Girokonto habe, denn das bei der Post ist ja kostenfrei, oder eine Sparkonto, oder oder oder.... ich nicke nur und sage, danke hab ich.
Und irgendwie habe ich das Gefühl, dieser Zwang, den Leuten etwas aufzuschatzen was sie nicht wollen, nimmt immer mehr zu. Sicher sind die Mitarbeiter auch dazu angehalten, aber mich nervt es einfach, und andere Kunden sicher ebenso. Meine Konsequenz ist, dass ich dann eben zum anderen Bäcker gehe oder gleich die Brötchen aus dem Supermarkt hole und die Postsendungen, nun die werde ich einfach in den Partnershops abgeben. Und ich hab meine Ruhe.
claudilaudi - 10. Nov, 11:26
Heute das Buch "Der Schwur der Engel" von Pal Gerhard Olsen ausgelesen. Wie es mir gefallen hat? - Lest es in wenigen Tagen.
claudilaudi - 31. Okt, 20:40
Nur noch einen Tag, dann hab ich endlich Wochenende. Freue mich darauf wie lange nicht mehr. Freue mich auf endlich Zeit zum Sport zu haben, endlich ausschlafen zu können, endlich mit ner Tasse Tee und nem Buch auf der Couch zu hocken. Endlich.
claudilaudi - 21. Okt, 20:34
Freunde sind dazu da, sich gegenseitig den Rücken zu stärken, miteinander durch dick und dünn zu gehen. Und natürlich auch zuzuhören, wenn der andere Sorgen und Probleme hat. Das ist ganz klar und steht ausser Frage. Doch wie soll man damit umgehen, wenn man plötzlich zum Seelenmülleimer vieler wird? Die Freunde sich nur melden, wenn es ihnen grad mal wieder schlecht geht, sie von ihren Problemen erzählen, selbst wenn man eigentlich zu einem Fest ist und mal vom Alltagstrubel entspannen will?
So jedenfalls geht es mir zur Zeit. Hier zwei Beispiele:
Die eine Freundin, die sich von ihrem Mann getrennt hat, kommt nicht damit klar, das er bereits eine Neue hat. Und nicht nur das, es gibt auch noch etliche andere Sorgen und Probleme, die mit der Trennung verbunden sind.
Die andere Freundin plaudert ständig von ihrem neuen Job. Klar freue ich mich für sie, aber wirklich jedes Detail muss ich auch nicht wissen, und damit verbunden auch nicht jedes kleine Problemchen das sich im Alltag auftut. Und nun weiß sie nicht einmal wo sie ab November eingesetzt wird, weil sie "nur" über eine private Arbeitsvermittlung angstellt ist.
Sicher, das sind alles wichtige Probleme, und darüber reden ist gut und richtig. Nur eines haben die beiden vor lauter ICH, und MIR GEHTS SO SCHLECHT vergessen. Auch mal zu fragen, wie es dem anderer geht. Der hat vielleicht auch was, was ihm auf der Seele liegt, aber es kommt nicht mal die Frage, wie es in diesem Falle - mir - geht.
claudilaudi - 13. Okt, 14:17