Mittwoch, 13. Februar 2013

7 Wochen ohne....

Nun geht sie los, die Fastenzeit. Nach Fasching, Feiern, Feten geht es nun enthaltsamer zu. Natürlich kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich beteiligt, fastet, also bewusst auf etwas verzichtet, darüber nachdenkt, ob es nicht auch mal ohne geht.
Ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht und den Entschluss gefasst, es mal zu probieren. 40 Tage ohne.... Etwas zu finden, auf das man verzichten möchte, ist aber gar nicht so einfach. Als erstes kamen mir Sachen wie Auto, Laptop und Handy in den Sinn - die Ruhe wäre sicher fantastisch. Aber natürlich geht das nicht. Das Auto brauche ich für die Arbeit, zu der ich jeden Tag 20 Kilometer hinfahren muss und auch dort immer unterwegs bin. Den Laptop brauche ich ebenfalls für die Arbeit, das Handy natürlich auch. Wobei es sicher eine interessante Erfahrung wäre, mal auf all diese Dinge zu verzichten...
Gefunden habe ich dann doch etwas, auf das ich nun 40 Tage lang verzichten möchte: Alkohol. Nicht das ich den jeden Tag trinke (das wäre ja fatal), aber am Wochenende gönne ich mir schon gern mal ein Gläschen Rotwein, oder beim Treffen mit Freunden im Pub mal ein Bier. Das wird es die nächsten 40 Tage nicht geben. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es mir keine Probleme bereiten wird, nein zu sagen. Vielmehr bin ich gespannt, wie die Umwelt reagiert. wenn man in Gesellschaft das Gläschen Sekt ablehnt oder im Pub dann eben doch nur das Wasser bestellt.
Also auf geht's zu 7 Wochen ohne....

Dienstag, 15. Januar 2013

Fertsch

Hakan Nesser "Das vierte Opfer" ist ausgelesen, meine Zeilen dazu folgen dieser Tage. Versprochen.

Montag, 31. Dezember 2012

Auf ein Neues!

Bis auf wenige Ausnahmen war 2012 nicht wirklich mein Jahr. Die wohl beste Ausnahme dieses Jahr war zweifelsohne die Geburt meines Neffen.
Aber - davon mal abgesehen - fing das Jahr schon bescheiden an und genauso endet es auch. Also es kann nur besser werden. Rutscht gut rein und euch alles Gute in 2013!

Dienstag, 25. Dezember 2012

Richard Hagen „Ihr unschuldiges Herz“

In den Weinbergen des Rheingaus macht ein Mann eine schreckliche Entdeckung: Als er mit seinem Traubenernter zwischen den Rebstöcken unterwegs ist und plötzlich auf ein Hindernis stößt, denkt er zunächst noch an einen Stein oder ähnliches. Er steigt aus und sieht nach und findet eine schrecklich zugerichtete Frauenleiche. Die Ermittler der Polizei und Staatsanwaltschaft nehmen ihre Arbeit auf und versuchen herauszufinden, was die Todesursache ist und natürlich, um wen es sich bei der toten Frau handelt. Nach der Obduktion der Leiche ist klar: Die Frau wurde ermordet und man hat ihr das Herz mit einem Jagdmesser herausgeschnitten. Für die junge Staatsanwältin Inga Jäger wird der Fall zur Bewährungsprobe. Denn erst vor kurzem ist sie aus Hamburg weggezogen und nun bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden tätig. Am Tatort auf dem Eichberg trifft sie auch gleich auf ihren Kollegen, den Polizisten Hauptkommissar Kai Gebert. Das erste Treffen verläuft aber weniger herzlich, beide wollen sogleich klar machen, wer der Herr im Haus ist. Doch aus diesem ersten etwas harschen Aufeinandertreffen entwickelt sich im Laufe des Buchs eine ganz nette, man möchte sogar fast sagen freundschaftliche, Beziehung zwischen den beiden. Denn Inga Jäger ist kein typischer „Bürohengst“, sie begleitet Gebert bei den Ermittlungen, ist lieber draußen als drinnen. Schnell stoßen beide auf den ersten Verdächtigen, den Ehemann des Opfers. Doch dann kommen der Staatsanwältin Zweifel, als sie herausfindet, dass es vor etlichen Jahren schon mal einen ähnlichen Mord gab und so die Ermittlungen eine Wendung erfahren....
Ihr-unschuldiges-Herz
Der Autor Richard Hagen schafft es, wirklich spannend durch das Buch zu führen, die Story interessant zu erzählen. Am Anfang, als der Mann des ersten Mordopfers ins Visier der Ermittler gerät, glaubt man sofort, dass der Richtige gefasst worden ist. Doch schnell wird klar, es gibt immer mehr Wendungen, die den Leser zweifeln lassen, ob er wirklich der Mörder ist. Dann tauchen wieder Beweise auf, die den Ehemann belasten. Dieses hin und her – und das ist positiv gemeint – hält die Spannung aufrecht und lässt beim Lesen keine Langeweile aufkommen. Zum Ende hin jedoch zieht sich die Story etwas – finde ich zumindest. Ohne zu viel vom Inhalt verraten zu wollen, hätte ich mir persönlich das Ende etwas überraschender vorgestellt und gewünscht. Aber nachdem sich dann herausgestellt hat, wer der Täter ist, dauert es noch einige Seiten, bis das Finale kommt. Wobei ich betonen möchte, dass mir da Buch insgesamt gut gefallen hat. Alles in allem auf jeden Fall lesenswert.

ISBN 978-3-442-37787-9
Preis: 9,99 Euro
Verlag: Blanvalet

Dienstag, 4. Dezember 2012

Oliver Bottini „Mord im Zeichen des Zen“

Mord-im-Zeichen-des-Zen

Die Geschichte beginnt ganz kurios: Denn in einem kleinen Ort bei Freiburg taucht plötzlich inmitten eines Schneetreibens ein asiatischer Mönch auf. Das an sich wäre nichts Ungewöhnliches. Aber der Mönch trägt nur eine Robe und Sandalen. Alle schauen ihn an, alle wundern sich ob des Aufzugs und keiner kennt ihn, keiner weiß, wohin er gehen will, geschweige denn woher er kommt. Nur eins ist sicher: er ist auf der Flucht und hat zudem eine Wunde am Kopf. Und an dieser Stelle kommt die Hauptprotagonistin des Buches ins Spiel: Hauptkommissarin Louise Boni. Sie ist bei der Freiburger Kripo und wird von ihren Vorgesetzten beauftragt, herauszufinden, was den Mönch antreibt. Das versucht sie auch, kommt aber nur mäßig voran. Dann passiert ein furchtbares Verbrechen – und Louise ist mittendrin. Nun hat sie nicht nur mit sich selbst und ihrer Alkoholsucht zu kämpfen, sondern muss sich auch noch gegen Kollegen durchsetzen, die ihr direkt und indirekt die Schuld an dem Verbrechen geben. Ob es ihr dennoch gelingt, die Ermittlungen voranzutreiben? Und ob ihr der persönliche Kampf mit sich und der Sucht gelingt? Nun, das sei an dieser Stelle nicht verraten – ein bisschen Spannung soll ja erhalten bleiben. :-)
Wohl aber sei verraten, dass es sich um ein sehr spannendes Buch handelt, bei dem eben nicht nur die Mordermittlungen im Vordergrund stehen, sondern auch die persönlichen Probleme beleuchtet werden, mit denen Louise Boni hadert. Beides ist sehr ausgewogen, es ist (zum Glück) nicht so, dass die privaten Dinge in den Vordergrund gerückt werden – und das finde ich gut. Die Schreibe von Autor Oliver Bottini gefällt mir ebenfalls sehr. Alles in allem kann ich sagen: ein lesenswertes und durchweg spannendes Buch, bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt.

Oliver Bottini „Mord im Zeichen des Zen“
Kriminalroman
Deutscher Krimi Preis
Fischer-Verlag
ISBN: 978-3-596-16545-2
Preis: 8,95 Euro

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