Donnerstag, 7. Juni 2012

Gerecht oder ungerecht?

Grade lese ich auf einer Plattform, dass sich ein Fotograf bei einer Internetseite beschwert hat, weil jemand sein Foto ungefragt im Netz weiterverbreitet hat. Und kaum steht diese Info da, gibt es Leute, die dem Urheber nichts besseres als Geldgier vorwerfen. Das bringt mich doch etwas zum Nachdenken, denn auch ich entdecke immer wieder Texte und Bilder, die während meiner Arbeit entstanden sind, und die andere ungefragt auf ihren Internetseiten weiterverbreiten. Im besten Fall geben sie noch die Quelle an, im schlimmsten nicht mal das. Ergo heißt das: ich mache die Arbeit, ein anderer schmückt sich damit. Und da finde ich es schon gerechtfertigt, wenn man sich beschwert. Vielen Journalisten und/oder Fotografen geht es dabei doch weniger ums Geld, als vielmehr um den Fakt, zu wissen, wer das geistige Eigentum, dass man mitunter in stundenlanger Recherche zusammengetragen hat, auf welche Art und Weise auch immer weiterverwendet. Und eventuell damit auch noch Gewinn erzielt. Diejenigen, die ganz laut Geldgier vorwerfen sollten mal an sich selber denken: denn auch sie fordern doch für ihre Arbeit entsprechend entlohnt zu werden. Warum sollen Journalisten oder Fotografen da eine Ausnahme machen? Mit Geldgier hat das nichts zu tun. Und in den meisten Fällen erlauben wir sogar sehr gern und ganz kostenlos, die Fotos und Texte weiterzuverwenden, vor allem wenn es sich um Vereine und Co handelt. Aber das können wir nur, wenn wir auch gefragt werden.....

Donnerstag, 31. Mai 2012

Mhhhhh

Es ist schon komisch, wie still und leise manche Freundschaft so auseinander geht. Oder zumindest glaubte ich, es war eine Freundschaft. Oder ist sie es noch und ruht nur? Ich weiß es nicht. Aber in den letzten Monaten hatte ich das Gefühl, die "Hallos", "Wie geht es dir" usw. kamen nur noch von mir aus. Auf die Geburtstagsgrüße bekam ich null Reaktion, auch auf Email nichts. Nun zu meinem Geburtstag reichte es von ihr aus gerade mal für eine kurze, wie ich finde schon fast kühle SMS. Kein "Wie gehts dir?", oder "Hey bei mir läuft dies und das, lass uns mal wieder treffen, telefonieren". Nichts.
Nun frage ich mich, wie viel dran-bleiben, nachhaken sollte man, in dem Falle ich, investieren? Vor allem wenn so gar nichts zurück kommt. Manchmal ist es da besser, sich richtig zu zoffen, dann weiß man bzw frau woran er/sie ist, warum die Freundschaft zerbricht, dass die Plauderabende passé sind, die Zeit vorüber, in der man sich alles gesagt hat.
Aber so still und leise... Mhhh das lässt es umso eigenartiger wirken. Aber vielleicht ist es auch einfach nur Zeit gewesen, jeder geht seiner Wege, es passt einfach nicht mehr so wie einst. Ich glaube ich werde abwarten, was die Zeit bringt. Ob es einen Neustart gibt, oder eben nicht. Auf jeden Fall werde ich keine weiteren - vergeblichen - Kontaktaufnahmen unternehmen. Schon allein deshalb nicht, um dann auf Rückmeldung zu warten, die dann doch nicht kommt. Oder erst nach Wochen mit den abenteuerlichsten Ausreden.
Abwarten und Tee trinken wie es so schön sprichwörtlich heißt, das werde ich nun tun. Auch wenns nicht leicht fällt.

Montag, 28. Mai 2012

Jincy Willett „Die Dramaturgie des Tötens“

Jincy Willett „Die Dramaturgie des Tötens“

Die-Dramaturgie-des-Toetens

Es ist ein etwas anderer Kriminalroman, den mir eine Freundin empfohlen hat. Er werde mir gefallen, sagte sie. Und damit sollte sie recht behalten. „Die Dramaturgie des Tötens“ ist ein spannender Roman, in dem Amy Gallup die Hauptrolle spielt. Sie ist Autorin, gibt Schreibseminare und verdient sich damit ihren Lebensunterhalt. Doch einer ihrer Kurse entwickelt sich in eine Richtung, die Amy gar nicht behagt. Plötzlich tauchen anonyme Schreiben auf, es werden den Teilnehmern Streiche gespielt, ja sogar Tote gibt es. Die Gruppe beginnt zu ermitteln, will herausfinden, ob der Mörder unter ihnen ist. Das Seminar läuft indes auch weiter, Manuskripte werden vorgestellt, die Seminarteilnehmer sprechen darüber und immer wieder tauchen geheimnisvolle Kommentare zu den Manuskripten auf. Doch wer ist der Absender dieser Schreiben? Amy tappt im Dunkeln und auch ich als Leser komme nicht dahinter. Natürlich habe ich eine Vermutung, die zerschlägt sich Seiten später wieder. Dann denke ich: Jetzt aber, der isses. So ist es dann aber doch nicht. Und genau das macht es spannend. Bis zum Schluss bleibt unklar, wer die Kommentare abschickt, ob der- oder diejenige zur Gruppe gehört oder von außen stammt. Und ob er oder sie selbst der Mörder ist oder diese „nur“ beauftragte. Ein spannendes Buch, bei dem ich mich auf keiner der 398 Seiten gelangweilt habe. Fazit: Empfehlenswert.

ISBN 978-3-499-24914-3
9,95 €
Verlag rororo

Sonntag, 15. April 2012

Urlaub

Fazit meines Urlaubs (auch wenn er noch bis einschl. morgen andauert): viel vorgenommen, davon nur mäßig abgearbeitet, dafür aber mal ganz viel Zeit gehabt mit Freunden zu telefonieren, Kaffee zu trinken, zu plaudern, sich zu treffen - und das muss ja auch mal sein, wenn die Zeit es sonst schon nicht erlaubt.

Sonntag, 18. März 2012

Mal wieder ein richtig gutes Buch

Volker Kutscher „Goldstein“

Ich glaube, ich war lange nicht von einem Buch sooooo begeistert, wie von diesem. Die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite, die Geschichte ist klasse und es bleibt durchweg interessant und für mich jedenfalls unvorhersehbar.
Goldstein

Doch von Anfang an: Alex und Benny beschließen, sich im KaDeWe in Berlin einschließen zu lassen um dort Schmuck und Uhren zu stehlen. Doch beim Bruch geht etwas schief, die beiden werden erwischt, liefern sich eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Schupo. Zu gleicher Zeit ist Kommissar Gereon Rath (der den Leser immer wieder überrascht) dabei, den US-Gangster Abe Goldstein in einem Hotel zu beschatten. Klingt langweiliger als es ist, aber lassen sie sich beim Lesen selbst überraschen...
So spannend jedenfalls wie das Buch schon auf den ersten Seiten beginnt, zieht es sich auf den folgenden über 570 Seiten weiter. Autor Volker Kutscher versteht es mit seiner Sprache, der Art wie er erzählt, wie er die Geschichte aufbaut und wie er verschiedene Milieus miteinander in Berührung bringt, den Leser zu fesseln. Ich jedenfalls hatte wirklich Mühe, das Buch zur Seite zu legen. Kutscher schafft es zudem, viel über die Zeit um 1931 zu vermitteln, über die Gesellschaft, über die immer stärkere werdende Macht der Nazis, über die wirtschaftliche Lage. Es ist also einfach nur ein Krimi sondern auch ein bisschen Geschichtsbuch. Ich selbst hatte jedenfalls sehr viel Freude dran, das Buch zu lesen, ich hatte in keiner Minute, auf keiner Seite das Gefühl, dass es langweilig wird – im Gegenteil. Eine Lektüre, die ich unbedingt empfehlen kann. Ich werde auch die beiden anderen Bücher von Volker Kutscher kaufen, in denen Gereon Rath ermittelt. Und hoffe, sie sind ebenso fesselnd geschrieben wie „Goldstein“.

Daten:
Taschenbuch
Verlag Kiepenheuer &Witsch
Preis 9,99 €
ISBN: 978-3-462-04323-5

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